FOTOGRAFIEBLOG - TIPS, TESTS, HOTSPOTS & EMPFEHLUNGEN

DJI Mavic Pro - ausgepackt und probiert

Bild zum Titel unseres Blogs DJI Mavic Pro

Nachdem wir Ende des vergangenen Jahres bereits unsere ersten Erfahrungen mit dem Quadrocopter Phantom 4 von DJI sammeln konnten, waren wir nunmehr extrem auf das neue Modell Mavic Pro gespannt, welches in etwa die gleiche Preisklasse belegt, aber deutlich kleiner und handlicher sein soll. Als wir dann unser Testgerät zum ersten Mal in der Originalverpackung in der Hand halten, können wir es kaum glauben: In diesem kleinen Karton soll wirklich alles enthalten sein ? Gedanklich sehen wir die großen Verpackungen vom Inspire oder Phantom 4 vor uns - gepaart mit dem Verständnis, dass so ein Fluggerät und diese Technologie nun einmal gewisse Abmessungen voraussetzen. Und jetzt sollen Netzteil, Controller und die Drohne in diesem Karton sein, in dem man eventuell eher ein Paar Kinderschuhe vermuten würde....

Nachdem der Hersteller von Actioncams, die amerikanische Firma GoPro, mit dem Quadrocopter Karma im Jahr 2016 seine erste Drohne angekündigt hatte und mit einer besonders kleinen Bauform als auch einigen Ausstattungsdetails die Nische in diesem Marksegment für sich besetzen wollte, kam die Antwort vom Marktführer DJI prompt: Mit dem Mavic Pro setzte er zeitnah ein Zeichen in Hinsicht auf Größe und Eigenschaften.

Wird diese kleine Bauform Nachteile mit sich bringen, werden die Qualität und der Spaßfaktor an den Phantom 4 - der uns restlos begeistert hat - heranreichen ? Wir sind extrem gespannt und entschließen uns, noch vor der Fahrt nach Norwegen, den Mavic Pro auszupacken, zu begutachten und für seinen Einsatz im Norden von Europa vorzubereiten.

Zum Einstieg folgen vorab unserer Erfahrungen in einer schnellen Übersicht:

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Wenn die Sonne immer scheint - unterwegs in der Mitternachtssonne von Nordnorwegen (Tromsø und Senja / Troms / Norwegen)

Bild als Titel zu unserem Blog über die Fotografie in der Zeit der Mitternachtssonne im Norden von Norwegen

Wir konnten es uns wirklich nicht vorstellen: Die Sonne geht nicht unter, die Menschen sind bis in die Nacht aktiv, es wird nicht dunkel und überhaupt - wann und wie soll man da schlafen ? Nachdem uns im Winter bereits das tanzende Polarlicht der Aurora Borealis in seinen Bann gezogen und regelrecht verzaubert hatte, stand für uns fest: Wir müssen im Sommer noch einmal in die atemberaubenden Landschaften nördlich des Polarkreise reisen, um wenigstens einmal im Leben auch die Mitternachtssonne zu erleben. Aber wohin sollen wir reisen ? Die Region um die Hauptstadt der Fylke Troms (vergleichbar mit unseren Bundesländern), die Stadt Tromsø, kannten wir, genau wie die Inselgruppe der Lofoten, von unseren voran gegangenen Reisen bestens. Sollten wir uns das im Sommer, im goldenen Licht der Mitternachtssonne, noch einmal anschauen....? Oder lieber eine Rundreise im Norden von Norwegen ? Da erinnerten wir uns an die Empfehlung einer Einheimischen, die wir im Winter auf einer Tour getroffen hatten: "Ihr müsst unbedingt die Insel Senja besuchen. Sie ist so wunderschön und vereint alles, was den Reiz Norwegens ausmacht...". Perfekt !!

So beginnen wir mit unseren Planungen und finden die für uns richtige Balance zwischen Erholung und Erlebnissen: Eine Woche werden wir in der Nähe von Tromsø bleiben, um dann mit einem Mietwagen auf der Fähre Brensholmen - Botnhamn nach Senja weiterzureisen und nach einigen Tagen auf der Insel von Tromsø aus wieder zurückzufliegen. Auf gehts....

Mitten in der Nacht bei Mefjordbotn auf Senja
Mitten in der Nacht bei Mefjordbotn auf Senja
Aussicht von einer Nachtwanderung auf Hamn i Senja
Aussicht von einer Nachtwanderung auf Hamn i Senja
Nachts 2.00 Uhr am höchsten Punkt der Insel Sommarøy
Nachts 2.00 Uhr am höchsten Punkt der Insel Sommarøy

Bild mit der Übersicht zu den wichtigsten Fakten

 

 Wir fliegen mit einem Zwischenstop in Oslo nach Tromsø und nutzen den Aufenthalt auf dem Flughafen Oslo-Gardermoen, um schon fast traditionell eine Schüssel Bacalao zu essen. Dieser Fischeintopf, der aus dem getrockneten Stockfisch hergestellt wird und in vielen Regionen Norwegens als auch in Südeuropa sehr populär ist, schmeckt hier immer wieder erstaunlich gut und ist für norwegische Verhältnisse auch noch recht günstig. Nach unserem Anschlussflug in den "hohen Norden" übernehmen wir, dort angekommen, unseren Mietwagen. Es ist stark bewölkt - von Sonne keine Spur - egal ob am Tag oder in der Nacht.... Wir studieren den Wetterbericht auf der wirklich guten und zuverlässigen Seite www.yr.no und schnell werden für uns zwei Dinge offensichtlich: Auf der einen Seite ist es (logischerweise) auch zu dieser Zeit nicht sicher, ob die Sonne überhaupt scheint, aber andererseits steigt die Wahrscheinlichkeit auf fast 24 Stunden am Tag, denn selbst wenn es tagsüber bewölkt ist, kann man ja eventuell in der "Nacht" den Sonnenschein genießen... Wahnsinn !! Wir nutzen den ersten Tag und das durchwachsene Wetter, um uns in unserer Hütte einzurichten, Lebensmittel einzukaufen und unsere Ausrüstung für die nächsten Tage vorzubereiten. Am nächsten Tag wird für die Abendstunden eine Auflockerung der Bewölkung und teilweise Sonnenschein angekündigt. Alles klar: Wir schlafen tagsüber "vor" und brechen gegen 20.00 Uhr nach Tromsø auf, um mit der Seilbahn Fjellheisen auf den Berg Storsteinen zu fahren. Wir lieben den Blick von dort oben über die Stadt und noch dazu können wir in dem gemütlichen Restaurant an der Bergstation (geöffnet während der Zeit der Mitternachtssonne bis 1.00 Uhr in der Nacht) eine Kleinigkeit essen. Uns fehlt allerdings immer noch die Fantasie, dass die dichten Wolken wirklich aufziehen sollen - bis uns dann, kurz nach Mitternacht die Sonne tatsächlich erstmals mit ihrem goldenen Licht in der Nacht anstrahlt:

 

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Unsere ersten Eindrücke von der DJI Drohne Phantom 4

Bild zum Titel unseres Blogs DJI Drohne Phantom 4

Eigentlich ist es mit neuen Technologien fast immer das Gleiche: Sie polarisieren und führen zwangsläufig zu den bekannten Diskussionen, ob und warum man bisher auch ohne  diese Erfindungen ausgekommen ist oder es diese neuen Dinge überhaupt braucht.... Wenn es dann dabei noch um Drohnen geht, wird die Diskussion darum oft noch intensiver und emotionaler, weil bereits jetzt erkennbar ist, dass hier eine Technologie in den nächsten Jahren einmal mehr unser Leben maßgeblich beeinflussen wird und bereits heute, nach kurzer Zeit, kaum noch aus dem Alltag wegzudenken ist. Ob Paket-Lieferungen, Immobilienaufnahmen aus der Luft oder wissenschaftliche Einsätze - alles scheint mit Drohnen möglich.

Auch wir waren bis vor Kurzem mit unserem klassischen Equipment zufrieden und haben eine Drohne nie wirklich vermisst - bis zu jenem Tag, als wir das erste Mal testweise eine DJI Inspire fliegen konnten und anschließend unsere ersten Aufnahmen mit einem leihweise überlassenen Phantom 4 gemacht haben: Danach waren wir infiziert und können hier nur ausdrücklich vor der Suchtgefahr warnen.... Die intelligenten Flugfunktionen führen dazu, dass man einerseits problemlos mit der Drohne klarkommt und andererseits vollkommen neue Möglichkeiten und Perspektiven im Bereich der Foto- und Videografie eröffnet werden. Das möchten wir wirklich nie wieder missen....

 

Steigen wir ein ! Hier folgen vorab unserer Erfahrungen in einer schnellen Übersicht:

PLUS
MINUS
- einfach zu fliegen und zu bedienen / gutes Handling - erste Inbetriebnahme verbunden mit vielen Firmware-Updates
- tolle Verarbeitung - ausgeprägte Kälteempfindlichkeit der Akkus
- erstaunlich gute Film- und Fotoqualität bei guten Lichtverhältnissen  - Kamera benötigt für gute Aufnahmen optimale Lichtbedingungen
- präzises Schweben  
- gut durchdachte Funktionalität und Ausstattung  
- Kamera ermöglicht tolle Videos in 4K bei 30 fps (Bilder je Sekunde)  
Noch ist der Phantom 4 in seiner Originalverpackung
Noch ist der Phantom 4 in seiner Originalverpackung

Vorstellen wollen wir euch heute den Phantom 4 vom führenden Anbieter in dem Segment, der chinesischen Firma DJI. Der Phantom 4 ist ein Modell aus dem mittleren Preissegment mit einer integrierten 12 Megapixel Kamera, die sogar Videos in 4 K aufnehmen kann. Als sogenannter Quadrocopter (4 Propeller) ist der Phantom 4 einfach und sicher zu fliegen. 

Im Modelljahr 2017 wurde die Phantom 4 Serie um die Modelle Phantom 4 Pro (mit 20 Megapixel Kamera und einem verbesserten Antikollisions-System) und Phantom 4 Pro Plus (mit einem 5,5 Zoll Display im Controller) erweitert. Die Preise reichen damit von ca. 1200.- € bis zu knapp 2000.- € - je nach Wunsch und Ausstattung.

Der Quadrocopter kommt in einer an-sprechenden Premiumverpackung daher, die in Optik und Haptik dem Anspruch der Marke mit dem angebissenen Apfel in nichts nachsteht... Nach dem Entfernen der Umverpackung hält man ein recht stabiles Transport-Case aus Kunststoff in den Händen.

So ist der Quadrocopter in seinem Transportcase gelagert
So ist der Quadrocopter in seinem Transportcase gelagert

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FOTOTIPPS: Polarlichter fotografieren im Norden von Norwegen (Tromsø / Troms)

Bild als Titel zu unserem Blog über die Fotografie von Nordlicht und Polarlicht im Norden von Norwegen
Beste Region:

Umgebung von Tromsø - Idealerweise mit einiger Entfernung zur Stadt, um die Lichtverschmutzung zu vermeiden

Beste Zeit: Saison von September - Ende März / 18.00 Uhr - 22.00 Uhr bei klarem Wetter
Kameraeinstellungen: Fokus manuell auf unendlich stellen / Selbst- oder Fernauslöser / Belichtungszeit ca. 10 Sek - maximal 30 Sek. / Blende <2,8 / ISO ca. 800 - 1600 / im RAW Format speichern / Weißabgleich automatisch 
Ausstattung: Stativ, Kamera mit manuellen Einstellungen, lichtstarkes Objektiv, Stirnlampe, warme Kleidung
Empfohlene Fotopunkte: siehe Landkarte weiter unten, am Ende dieses Blogs
Polarlicht Vorhersage: Geophysikalisches Institut der Universität von Fairbanks / Alaska ( LINK )

Winter 2014: Ende Januar ging es in den Norden Norwegens. Die Tage sind um diese Zeit sehr kurz und in einigen Regionen ist die Sonne nicht mehr zu sehen: Die Dunkelzeit nördlich des Polarkreises hält an - definitiv die beste Zeit, um beeindruckende Bilder zu machen. Nicht umsonst wird die Dunkelzeit auch Farbenzeit genannt - und tatsächlich gibt es fast jeden Tag einen neuen Zauber, der sich aus den Zutaten des Zwielichtes, der tief stehenden Sonne und den unterschiedlichsten Wetterphänomenen hier im Norden speist. Ein Traum für Naturfreunde und Fotografen. Wie oft wurde ich gefragt, ob diese einzigartigen Farbtöne nicht Photoshop zuzuschreiben sind... NEIN !! Das ist die magische Kulisse zu dieser Zeit, nördlich vom Polarkreis, oft weit weg von unserer Vorstellungskraft. 

 

Und wenn es dann am späten Nachmittag ganz dunkel wird.... Tja, dann begegnet einem hier in vielen Nächten das mystische und unbeschreibliche Naturschauspiel des Polarlichtes - für uns eines der Wunder auf dieser Welt und mit nichts zu vergleichen. Oft zu Beginn nur ein leichtes Glimmen am Horizont, kaum wahrnehmbar, wächst es zu einer gigantischen Lichtshow am Himmel, tanzt in den unterschiedlichsten Farben, projiziert unglaubliche Formen aus Licht an das Firmament  - Gänsehautfeeling pur. Aber wie fängt man dieses Erlebnis ein, woher weiß man, wann und wo man die Aurora Borealis (Fachbezeichnung) sehen kann ? Dazu gleich mehr...

Nordlicht / Polarlicht von Lauklines aus gesehen
Nordlicht / Polarlicht von Lauklines aus gesehen
Ständig neue Farben und Formen
Ständig neue Farben und Formen
Wir nennen diese Formation "Vorhang"
Wir nennen diese Formation "Vorhang"

REGION / LOCATIONS: Wenn man mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit das Nordlicht in Norwegen erleben möchte, bietet sich die Region um Tromsø an, da sie im so genannten Polarlicht-Ring der nördlichen Halbkugel liegt, wie man auf dem Bild unten links sehen kann. Es handelt sich dabei um einen Screenshot der Polarlicht-Vorhersage (Aurora Borealis Forecast) des Geophysikalischen Instituts der Universität Fairbanks Alaska, wo man täglich sehr zuverlässig und genau über die Nordlicht-Aktivitäten der nächsten Tage (in englischer Sprache) informiert wird. In dem Beispiel sieht man für den 09.10.2016 eine eher mäßige Aktivität mit der Stufe 2 angekündigt - so lohnt es eigentlich kaum, und wenn dann nur in Tromsø oder nördlich davon, nach dem Lichtspiel am Himmel Ausschau zu halten, was dann meist nur als leichter Schleier am Himmel zu sehen ist. Ab Stufe 3 kann man nach unseren Erfahrungen schon fast sicher von gut sichtbaren Nordlichtern ausgehen, wobei selbst bei geringeren Aktivitäten (Stufe 1 und 2) in sehr kalten und klaren Winternächten durchaus mal ein Blick an den Himmel lohnt.

Man sollte sich schon bei Tageslicht überlegen, wo man bzw. mit welcher Kulisse man die gesamte Szenerie fotografieren möchte. Eine Spiegelung im Wasser, eine typisch norwegische Hütte, ein Lagerfeuer oder auch die schneebedeckten Berge bieten sich durchaus als Bestandteil des perfekten Motivs an. Auf alle Fälle steigt die Wahrscheinlichkeit auf tolle Bilder, wenn man sich von größeren Ortschaften und Städten mit deren typischer "Lichtverschmutzung" am Himmel entfernt. Sicherlich kann man auch dort und gerade im Zusammenspiel mit diesen Lichtern der Stadt tolle Aufnahmen arrangieren, aber oft steht man vor besonderen und nicht immer leicht zu meisternden Herausforderungen. Wir lieben es, auf der Terrasse einer der Hütten von "Lauklines Kysferie" die Nordlichter zu beobachten und zu fotografieren, da die Kulisse einfach wundervoll und der Weg zum warmen Ofen nicht weit ist...

Weitere Punkte, die sich aus unserer Sicht für gute Aufnahmen in der Region um Tromsø empfehlen, haben wir Euch weiter unten in unserer Karte zusammen getragen.

 

ZEIT: Die beste Zeit ist nur schwer einzugrenzen. Die Aurora Borealis ist eigentlich in gewisser Weise das ganze Jahr mehr oder weniger aktiv. Die Frage ist nur: Wann kann und wird man sie am besten sehen ? Nach Aussagen einiger Norweger in der Region steigt die Wahrscheinlichkeit noch einmal deutlich ab ca. Ende Januar bis zum März, wenn es nicht mehr so oft schneit und der Himmel damit seltener bewölkt ist. Generell kann man schon ab Ende August, manchmal sogar im Zusammenspiel mit dem Sonnenuntergang und bis Ostern, sobald es dunkel wird / ist Nordlichter beobachten, vorausgesetzt, es ist nicht bewölkt. Wir konnten auch schon an einem Novembernachmittag, bereits nach 16.00 Uhr Nordlichter bestaunen, die dann bis in die Nacht zu sehen waren. Insofern gilt aus unserer Sicht: Polarlicht-Vorhersage und Wetterbericht studieren und nach Einbruch der Dunkelheit immer mal einen "Kontrollblick" zum Horizont.

 

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